Samstag, 23. April 2016

Maja Loewe - Die Augen des Iriden



Klappentext:

Tief unten in den Kellern des Otto-Suhr-Instituts der Freien Universität Berlin werden bei einem Experiment alle ethischen Grenzen gesprengt. Ein Psychologe, ein Neurowissenschaftler und ein Historiker nutzen das Wissen einer geheimen Bruderschaft, um Bilder in manipulative Waffen zu verwandeln.

Der sechzehnjährige Henry wird in eine hochexplosive Geschichte verwickelt, die eng mit dem Geheimbund der Iriden aus der Zeit der Französischen Revolution verknüpft zu sein scheint, mit dem sein Vater sich wissenschaftlich beschäftigt hat. Und auch, dass Henry ein blaues und ein braunes Auge hat, scheint eine tiefere Bedeutung zu besitzen. In plötzlichen Tagträumen beginnt er in Bilder einzutauchen und ihre innersten Mechanismen zu erkennen. Gemeinsam mit seiner Chat-Freundin Valeska macht er sich auf die Suche nach der Wahrheit und kommt einem schrecklichen Geheimnis auf die Spur, dass die Menschheit für immer verändern könnte.


Eigene Meinung:

Voller Intrigen, bekannten Menschen und einer Geschichte die einem das Blut in den Adern gefrieren lässt, spinnt Maja Loewe eine Geschichte die es in sich hat.
Die Protagonisten wirken so greifbar, dass man meinen könnte man kennt Henry und Valeska höchst persönlich.
Man wird mit in einen Strudel gerissen der mich nicht mehr los gelassen hat, von der ersten bis zur letzten Seite habe ich mitgefiebert und war vom Ende mehr als überrascht.
Die Geschichte setzt sich nach und nach zusammen und mit jedem Puzzelteil welches man bekommt wird man ungeduldiger, man will endlich wissen was los ist, wer wen intrigiert und wer auf Henrys Seite steht.
Aber auch das zwischenmenschliche kommt nicht zu kurz, so sind leichte Züge von Liebe zu finden aber auch Verrat, Enttäuschung und Entsetzen spielen eine große Rolle.
 
Während des lesens dachte ich mir öfter, dass es eher ein Buch für erwachsene als für Jugendliche ist, da es doch zum Teil sehr düster und erschreckend ist aber vielleicht ist es genau deswegen wiederum das richtige für Jugendliche, denn es werden einem auch teilweiße Stränge aus der Geschichte nahe gebracht die es in sich haben und mir nicht nur einmal die Tränen in die Augen getrieben haben.
 
Für mich war das Buch wie eine kleine Achterbahnfahrt, in einem Moment habe ich mit den Personen im Buch mitgelitten im nächsten Moment habe ich andere gehasst und verabscheut.
 
Auch das Thema der Heterochromie wurde eindrucksvoll aufgenommen.
 
Der Schreibstil war für mich etwas ganz besonderes, fast ein bisschen wie bei Herrn Fitzek.

Am ende habe ich niemanden mehr vertraut, in jedem habe ich eine potenzielle Gefahr gesehen.
Und dann diese letzten Seiten! Ich hab gedacht ich muss sterben, knapp 10 Seiten vor Schluss saß ich da und habe vor mich hingemurmelt: "Das kann sie nicht machen"!
Glücklicherweise hat Frau Loewe dann doch ein Ende gefunden welches ich sehr würdig finde und fast nach einem zweiten Teil schreit! 
Was ich noch sagen muss, ich finde leider das Cover und der Klappentext werden dem Buch einfach nicht gerecht, ich hätte mir fast etwas spektakuläres gewünscht, etwas das einschlägt wie eine Bombe so wie es das Buch tut. Ich verstehe den Hintergrund des Covers aber wie gesagt ich finde es etwas zu wenig, aber es kommt ja auch auf den Inhalt an!

Zu guter Letzt bleibt mir nur zu sagen, kauft euch das Buch, lasst euch in den Strudel voller Intrigen, Lügen, Gefühlen und Spannung ziehen und verschlingt das Buch genauso wie ich!